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Weltmeister berichtet offen: Darum kam Lukas Podolskis Rückkehr zum 1. FC Köln nicht zustande

Köln – Lukas Podolski (40) gilt beim 1. FC Köln als Legende und Publikumsliebling. Obwohl von beiden Seiten Interesse an einer erneuten Zusammenarbeit bestand, kam es nach seinem Abschied aus der Domstadt im Sommer 2012 nie zu einer Rückkehr. Nun spricht „Prinz Poldi“ offen über die Gründe.

Dass der in Polen geborene Spieler, der vor wenigen Tagen sein Karriereende bekannt gab, dem FC gerne mit seinem Know-how und seiner Erfahrung zur Seite stehen würde, ist allgemein bekannt. Immer wieder betonte der 40-Jährige in der Vergangenheit, auch abseits des Spielfelds eine Rolle bei seinem Jugendverein übernehmen zu wollen.

„Der FC ist der Klub, bei dem ich richtig Lust hätte, etwas zu bewegen“, unterstreicht Podolski erneut in der aktuellen Ausgabe des Fußball-Podcasts „Copa TS“.

In den vergangenen Jahren habe es immer wieder Gespräche mit den Verantwortlichen aus Köln gegeben – allerdings mit einem Ergebnis, das ihn enttäuschte: „Die Tür war für mich irgendwie immer nur so weit offen, dass vielleicht gerade eine Katze durchpasst“, berichtet er.

Groll hegt er deswegen allerdings nicht. „Ich behaupte nicht, dass ich dem FC gegenüber negativ eingestellt bin“, erklärt Podolski und lobt zugleich die jüngsten Entwicklungen unter Sportchef und Ex-Kollege Thomas Kessler (40). Beispiele hierfür seien etwa der neue Adidas-Vertrag sowie die verbesserte finanzielle Lage des Klubs.

Gleichzeitig sieht der Weltmeister von 2014 bei seinem Herzensverein weiterhin erhebliches Potenzial zur Weiterentwicklung – besonders beim Ausbau des Trainingsgeländes in Geißbockheim und der Stadioninfrastruktur. Damit dies gelingt, müsse die Stadt „endlich mal den Schalter umlegen“, fordert der 40-Jährige und bietet erneut seine Unterstützung an: „Wenn ich helfen kann, mache ich das gerne.“

Wie viel Einfluss er bei der Entwicklung eines Vereins tatsächlich nehmen kann, hat Podolski in den vergangenen fünf Jahren beim polnischen Erstligisten Gornik Zabrze bewiesen. Als er dort ankam, gab es nicht einmal warmes Wasser in den Kabinen, und Spieler sowie Mitarbeiter mussten oft monatelang auf ihre Gehaltszahlungen warten, erinnert sich der Stürmer.

Mittlerweile haben sich die Bedingungen in Zabrze – auch dank seines Engagements – grundlegend verbessert. Der sportliche Erfolg bestätigt dies. „Heute sind wir Pokalsieger und stehen in der Qualifikation zur Champions League“, freut sich Podolski, der 86 Prozent der Vereinsanteile besitzt.

Seinen Anteil am Aufschwung erklärt er so: „Ich habe Freude daran, Menschen zu motivieren und Dinge anzustoßen – mit meiner Art und meinem Humor. Genau das hätte ich auch gerne in den letzten Jahren beim FC gemacht.“